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DIALOG - Täter-Opfer-Ausgleich (TOA)

Das Jahr 2016 war - wie im letzten Ausblick angekündigt - maßgeblich von weiter sinkenden Fallzahlen und einer u.a. damit verbundenen Veränderung der Personalstruktur bestimmt. Zunächst erfolgte durch den Weggang eines Mitarbeiters eine Reduzierung der Vermittlerstellen von 3,0 auf 2,0 Stellen. Zum Jahresende erfolgte dann ein weiterer Personalwechsel, wobei diese Stelle Anfang 2017 wieder besetzt werden konnte.

Trotz der personellen Umwandlung und Veränderung wurden die seit Jahren gepflegten und für den TOA notwendigen Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeiten fortgeführt. Neben der persönlichen Kontaktpflege zu den Dezernenten der Staatsanwaltschaften Mainz und Bad Kreuznach waren auch im Jahr 2016 im Rahmen der juristischen Referendarausbildung jeweils zwei Fachvorträge in Mainz bzw. Bad Kreuznach zum Thema TOA als fester Bestandteil der Tätigkeit von DIALOG. In der Tradition der letzten Jahre engagierte man sich weiterhin in der „Landesarbeitsgemeinschaft für Täter-Opfer-Ausgleich in Rheinland-Pfalz (LAG)“ und dadurch für die fachliche Weiterentwicklung des TOA. Der Sprecher der LAG war auch im Jahr 2016 Herr Marcus Schwörer, unser Mitarbeiter von DIALOG in Bad Kreuznach. Zudem war man auch auf dem TOA-Forum in Bad Kissingen vom 01.-03.06.2016 sowie dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft TOA ausgerichteten Fachtag zum Thema „TOA bei schweren Straftaten“ in Berlin am 08.11.2016 vertreten.

Neu ins Leben gerufen wurde 2016 in Kooperation mit der Justizvollzugsanstalt (JVA) Rohrbach eine Initiative mit dem Ziel, den TOA für Inhaftierte der Haftanstalt und deren Opfer anzubieten. Hierzu erfolgten verschiedene Arbeitstreffen nicht nur mit Vertretern der Anstalt, sondern auch des „Weißen Rings“, um von Beginn an die Opferseite mit einzubeziehen. Die Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring markiert einen konkreten Schritt hin zu einer kontinuierlichen und geregelten Zusammenarbeit und stellt in dieser Form ein Novum dar. Das Jahr 2016 endete schließlich mit der Gründung einer Arbeitsgruppe zwecks Planung der weiteren Schritte zur Umsetzung des Angebots bestehend aus Vertretern der JVA, des Weißen Rings und der Opfer- und Täterhilfe e.V., dessen erstes Treffen für Anfang 2017 vorgesehen ist.


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